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Beitragsbild: Bin ich eine gute Mutter? Mach den Test!

Bin ich eine gute Mutter? Mach den Test!

Fragst du dich manchmal auch, ob du eine gute Mutter bist? Ob du dich genug kümmerst, genug leistest und deine Kids richtig erziehst?
Willkommen im Club. Ich habe mich das auch schon oft gefragt.
Und weil Selbstzweifel so gut wie jede Mutter kennen dürfte, habe ich aus einer Mischung aus Frust, Humor und einer Prise Realität diesen kleinen Test entworfen:

Den „Bin ich eine gute Mutter?“-Test – mit 50 Erwartungen, die wir kennen, versuchen zu erfüllen, oder schon beim Lesen den Kaffee wieder ausspucken möchten.

Inhalt

„Bin ich eine gute Mutter?“-Test

So funktioniert’s:

  • Lies die 50 Aussagen.
  • Zähl mit, wie oft du innerlich sagst: „Ja, ist bei mir (meistens) so.“
  • Für jedes „Ja“ gibt’s einen Punkt.
  • Lies unbedingt bis zum Ende.


Also los geht’s:

  1. Gute Mütter backen den Geburtstagskuchen für ihr Kind selber. Oder sie peppen einen gekauften so auf, dass er wie selbstgemacht aussieht.

  2. Gute Mütter arbeiten Teilzeit. Denn Vollzeit arbeitende Mütter sind Rabenmütter und Nicht-berufstätige vergeuden ihr Potential und leisten keinen Beitrag an unsere kapitalistische Gesellschaft.

  3. Gute Mütter begleiten ihre Kinder stets bedürfnisorientiert und haben dabei selbstverständlich nur die Bedürfnisse der Kinder auf dem Radar. Die eigenen sind nicht so wichtig.

  4. Gute Mütter können innert Millisekunden den genauen Zuckergehalt eines Lebensmittels abschätzen und entscheiden, ob ihr Kind das essen darf oder nicht.

  5. Gute Mütter stillen – mindestens zwei Jahre lang.

  6. Gute Mütter basteln mit ihren Kindern, selbst wenn sie keine Lust dazu haben oder am Schluss überall Glitzerleim klebt.

  7. Gute Mütter buchen kinderfreundliche Ferien und erholen sich total dabei.

  8. Gute Mütter haben stets alles im Griff und vergessen nie was – ausser ihre eigene Selbstfürsorge.

  9. Gute Mütter haben 6 Monate nach der Geburt wieder ihre alte Figur zurück. 2 Monate wären noch besser.

  10. Gute Mütter haben stehts ein Lächeln auf den Lippen, selbst wenn sie in der Nacht 4x aufstehen mussten und das Kind schon zum 3. Mal am Tag tobt.

  11. Gute Mütter dürfen „Boah, Muttersein ist der grösste Scheissjob der Welt“ nicht einmal denken.

  12. Gute Mütter gehen einem Hobby nach. Es darf aber nicht zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

  13. Gute Mütter kaufen ein Haustier – weil das Kind sich eins wünscht – und kümmern sich dann auch darum.

  14. Gute Mütter haben stets Notfall-Mandeln und Notfall-Globuli dabei.

  15. Gute Mütter bleiben auch in kritischen Situationen stets ruhig und klären Konflikte immer in den 4 Schritten der gewaltfreien Kommunikation.

  16. Kinder guter Mütter haben nie Löcher in den Zähnen. Weil Karies sich vor vorbildlicher Erziehung fürchtet.

  17. Gute Mütter haben immer ein schlechtes Gewissen. Das kriegt man bei der Geburt dazu geschenkt.

  18. Gute Mütter sind immer zuhause, wenn der Schulunterricht endet. Denn familienexterne Betreuung schadet dem Kind.

  19. Gute Mütter gestalten liebevolle Fotoalben. Pro Monat eins.

  20. Gute Mütter fahren ihre Kinder zu allen möglichen Freizeitaktivitäten. Wäre ja schade, wenn die Kinder nicht überall dabei sein könnten.

  21. Gute Mütter sind Expertinnen in folgenden Fachgebieten: Ernährung, Medizin, Pädagogik, Psychologie, Homöopathie und Neuroplastizität.

  22. Gute Mütter hüpfen jeden Morgen gut gelaunt, tiefenentspannt, durchtrainiert und top gestylt aus dem Bett. Ohne Wecker, versteht sich.

  23. Gute Mütter geben ihrem Kind eine ausgewogene, nach Wunschthema zusammengestellte Bento-Znüni-Box mit. Natürlich sortiert nach Regenbogenfarben.

  24. Gute Mütter riechen einen Wachstumsschub schon Monate vorher und nutzen den Ausverkauf, um dann mit genügend Kleidern und Schuhen gewappnet zu sein.

  25. Gute Mütter organisieren Motto-Geburtstagspartys mit DIY-Deko und Giveaways. Um zwei Uhr morgens ist dann auch die Schatzsuche organisiert und der letzte Ballon aufgehängt.

  26. Gute Mütter kochen für ihre Familie nur bio, regional und saisonal. Zweimal täglich.

  27. Gute Mütter haben nie schlechte Tage – höchstens kurze Tiefs mit inspirierender Erkenntnis.

  28. Gute Mütter lesen jeden Abend vor, ohne dabei selbst einzuschlafen.

  29. Gute Mütter schreien nie – ausser leise ins Kissen, wenn es niemand hört.

  30. Gute Mütter gehen jeden Tag mit ihren Kindern nach draussen – selbst wenn es Katzen hagelt.

  31. Kinder guter Mütter sagen „bitte“ und „danke“. Immer und überall.

  32. Gute Mütter haben Kinder, die sich stets selbst beschäftigen können. Ohne Bildschirm, versteht sich.

  33. Gute Mütter wissen, wie man Grenzen setzt: Liebevoll, klar, konsequent und ohne genervt zu sein.

  34. Gute Mütter können jederzeit Besuch empfangen, weil ihre Wohnung immer aussieht, wie im „Schöner Wohnen“-Heft.

  35. Gute Mütter basteln den Adventskalender selber und füllen ihn nachhaltig, pädagogisch wertvoll, plastikfrei und zuckerfrei. Und sie schaffen es tatsächlich, 24 verschiedene Dinge zu finden!

  36. Gute Mütter gehen nie am Abend aus. Sie widmen ihre ganze Zeit nur der Familie.

  37. Gute Mütter machen keine Fehler – und falls doch, lernen sie sofort daraus und bedanken sich für die Erfahrung.

  38. Gute Mütter haben immer Wechselklamotten dabei. Sogar für das Nachbarskind.

  39. Gute Mütter sind nie krank. Zumindest lassen sie es sich nicht anmerken.

  40. Gute Mütter führen nebst Haushalt, Job und Kids die perfekte Paarbeziehung.

  41. Kinder guter Mütter laufen nie mit Flecken auf dem T-Shirt rum. Selbst wenn es zum Zmittag Tomaten-Spaghetti gab.

  42. Gute Mütter leben nach dem Motto: Kids first, mommy second.

  43. Gute Mütter würden nie im Leben ihrem Kind den Becher mit der falschen Farbe hinstellen.

  44. Gute Mütter sprechen konsequent in Ich-Botschaften – selbst, wenn sie gerade auf Legosteine treten.

  45. Gute Mütter bleiben auch in der Pubertät gute Gesprächspartnerinnen: cool, verständnisvoll und niemals peinlich.

  46. Gute Mütter erkennen schon im Krabbelalter Hochbegabung, Hochsensibilität oder ADHS und haben schon passende Förderpläne parat.

  47. Gute Mütter halten am Familienbett fest, selbst wenn dieses nur 1.20 breit ist und das Kind nachts quer liegt.

  48. Kinder guter Mütter wissen nicht, was Staubmäuse sind. Was sind eigentlich Staubmäuse???

  49. Gute Mütter bringen sich selbst regelmässig ins Reine – damit sie „ihr Päckchen nicht auf ihr Kind übertragen“.

  50. Gute Mütter erklären auch um 3 Uhr nachts zum 3. Mal ganz geduldig, wo das Universum aufhört.

Und, hast du mitgezählt?


Kommen wir zur Auswertung:

  • 47 und mehr Punkte: Du bist eine gute Mutter, gratuliere! Drei Joker hast du dir redlich verdient.
  • Weniger als 47 Punkte: Waaaas? Hast du etwa das Mutter-Wiki nicht gelesen?


Okay, Schluss mit dem Herumalbern.


Denn eigentlich ist das Thema ernst. Oder besser gesagt: unendlich traurig. Weil so viele Mütter bis an die Grenzen ihrer Kräfte gehen, nur um irgendwie dem Bild der „guten Mutter“ gerecht zu werden.

Es gibt so viele Glaubenssätze, Erwartungen und Ideale rund um das Thema Mutterschaft, dass es kaum noch möglich ist, sich davon nicht unter Druck setzen zu lassen.
Wir wollen mithalten. Nicht abfallen. Nicht auffallen. Denn alle anderen scheinen es ja auch zu schaffen – mit Leichtigkeit: Familienleben, Haushalt, Beruf, Kindergeburtstag, Beziehungspflege, Selfcare, Achtsamkeit, Znüniböxli-Kunst. Und wer sich auf Social Media mit all den Supermoms vergleicht, zieht sowieso den Kürzeren.


Aber hier kommt die Wahrheit:


Du bist sowieso eine gute Mutter. Egal, was du glaubst.

Du musst nicht alles wissen. Nicht alles können. Nicht in jeder Situation richtig reagieren. Du musst schon gar nicht perfekt sein.

Eine gute Mutter ist jemand, die sich kümmert, die liebt, die da ist – auf ihre Art, mit ihren Möglichkeiten. Manchmal ist sie geduldig, manchmal erschöpft. Manchmal stark, manchmal überfordert.

Eine gute Mutter ist nicht die, die alles schafft, sondern die, die sich bemüht, ihr Bestes zu geben – auch wenn dieses „Beste“ sich jeden Tag anders anfühlt.

Über mich

Hallo, ich bin Janine

Professional Organizer, Lösungsfinderin & (Mut)Macherin
Ich gebe berufstätigen Eltern Tipps, wie sie den Familienalltag leichter gestalten und mehr Zeit für die eigenen Bedürfnisse gewinnen können.

Seit 2016 bilde ich mich zu den Themen Minimalismus, Ordnung, Alltagsorganisation, Zeitmanagement, Stress, Mental Load, Digital Detox und Selbstfürsorge weiter.
Ich habe selber erlebt, wie schwierig es ist, Haushalt, Job und Kids unter einen Hut zu bringen, ohne dabei auszubrennen. Erfahre mehr über mich.

Wenn du Fragen oder Kommentare zum Artikel hast, dann schreib mir einfach eine Nachricht. Ich freu mich drauf! :0)

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