Ich brauche mehr Zeit für mich!
Die meisten Eltern kennen es. Wir sind von morgens bis abends beschäftigt und unsere To-Do-Liste ist endlos. Mal ein Buch lesen, Klavier spielen oder joggen gehen? „Einfach mal Zeit für mich?“ Fehlanzeige. Pausen machen wir keine, damit wir mehr erledigen können. Wir schaffen es nicht mal, unsere Grundbedürfnisse zu befriedigen. Oder stehst du jeden Morgen ausgeruht und ohne Wecker auf? Eben.
Viele wünschen sich, der Tag hätte mehr Stunden. Leider ist es ein Irrglaube, dass uns ein 30-Stunden-Tag mehr freie Zeit bescheren würde. Es gilt das parkinsonsche Gesetz: Egal wie viel Zeit wir für eine Aufgabe zur Verfügung haben, wir füllen diese Zeit auch aus.
Früher war es notwendig, von morgens bis abends zu ackern, um überhaupt zu überleben. Aber diese Zeiten sind längst vorbei. Eigentlich könnten wir uns heutzutage viel mehr freie Zeit gönnen, weil Maschinen und Computer uns so viel Arbeit abnehmen. Aber das tun wir nicht, im Gegenteil. Unsere Gesellschaft ist gestresster als je zuvor.
Wir sind selber für uns verantwortlich
Wenn wir es nicht mal schaffen, Zeit für Pausen und unsere wichtigsten Bedürfnisse zu nehmen, dann läuft wirklich etwas schief! Alle sagen: „Ich hab zu wenig Zeit!“ Aber das stimmt nicht! Wir alle haben genau 168 Stunden pro Woche. Niemand mehr, niemand weniger. Die Frage sollte also nicht lauten „Wie bekomme ich mehr Zeit für mich?“ sondern: „Was will ich mit meiner wertvollen Zeit anfangen?“
Wenn wir das mal verstanden haben, können wir endlich Verantwortung für uns übernehmen und anfangen, all das in unseren Alltag zu integrieren, was uns und unserem Körper langfristig gut tut. Das ist Selbstfürsorge und die ist unglaublich wichtig.
Aber wie gewinne ich nun mehr Zeit für mich?
„Zeit für mich“-Strategie 1
Nimm dir einfach Auszeiten
So einfach es tönt, so schwierig ist es. Ja, als Mutter oder Vater könnten wir rund um die Uhr beschäftigt sein. Es gibt immer etwas zu erledigen, zu organisieren oder jemanden zu betreuen. Wenn wir uns mehr Freiraum wünschen, müssen wir uns aktiv Zeit freischaufeln. Sonst wird unser Alltag vom Streben nach Gewinnmaximierung und den Terminkalendern von anderen bestimmt.
Niemand wird uns freie Zeit schenken, wir müssen sie uns selber nehmen!
Mach Pausen, egal wie viel du zu tun hast
Auch wenn es dir unmöglich scheint: Mach mehrmals am Tag 15-30 Minuten Pause. Und nein, das Mittag-Essen mit deinen Kindern ist keine Mittagspause. Die machst du, nachdem die Küche aufgeräumt ist!
Trink eine Tasse Tee, lies ein Buch, hör Musik oder leg die Beine hoch und tu einfach mal gar nichts. Was auch immer dir gut tut, um deine Batterien wieder aufzuladen.
Integriere mehr Me-Time in deinen Alltag
Wenn du nur damit beschäftigt bist, es allen anderen recht zu machen und deinen Kindern alles Mögliche zu bieten, dann vergiss nicht, dass deine Bedürfnisse genau so wichtig sind.
Also sorge dafür, dass du nicht zu kurz kommst. Integriere viel mehr von dem in deinen Alltag, was dich zufrieden macht und dich langfristig gesund hält. Nimm dir Zeit für deine Interessen und Hobbies.
Aber wie soll ich mir mehr Zeit für mich nehmen, wenn ich so viel zu tun habe?
„Zeit für mich“-Strategie 2
Erledige die Arbeit effizienter
Du kannst Zeit sparen, ohne zu hetzen. Es gibt ganz viele tolle Zeitmanagement-Methoden, mit denen du produktiver wirst und die (Haus-)Arbeit schneller erledigen kannst. In meinen Onlinekursen zeige ich dir ganz viele Möglichkeiten, wie du Zeit gewinnen kannst.
Achtung Optimierungsfalle!
Vor einigen Jahren hatte ich mich auch immer wieder gefragt, wie ich die Vielfachbelastung von Erwerbsarbeit, Hausarbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut kriegen soll. Ich habe dann Methoden ausprobiert, um produktiver zu werden. Dadurch bin ich immer effizienter geworden und habe in immer kürzerer Zeit noch mehr geschafft. Doch statt mehr Zeit für mich zu nehmen, habe ich noch mehr gearbeitet. Dabei brauchte ich nach und nach meine Energiereserven auf, bis ich total erschöpft und ausgelaugt war.
Tipp
Nutze Effizienzmethoden nur dazu, um die Aufgaben in kürzerer Zeit zu erledigen, die sowieso getan werden müssen. Die gewonnene Zeit nutzt du zur Erholung, und nicht, um noch mehr in deine Woche zu quetschen.
Wenn wir so damit beschäftigt sind, unser Pensum zu schaffen, vergessen wir, die wichtigste aller Fragen zu stellen:
Warum zum Kuckuck mache ich das denn eigentlich alles???
Eine Gesellschaft von Dauerbeschäftigten
Unsere kapitalistische und patriarchale Überfluss-Gesellschaft hat ein System geschaffen, in welchem wir fast nicht anders können, als permanent zu leisten und zu konsumieren. Und es ist unglaublich schwierig und braucht Mut, sich davon zu befreien.
Vieles tun wir zwar grundsätzlich freiwillig, aber deshalb, weil es (vermeintlich) von uns erwartet wird. Wir wollen mit den anderen mithalten und machen deshalb beim „grösser-besser-mehr“ mit.
Wir haben nicht zu wenig Zeit, sondern tun zu viel!
„Zeit für mich“-Strategie 3
Senke nachhaltig deine Arbeitsbelastung
Dir ist sicher bewusst: Nicht nur Erwerbsarbeit, Haushalt und Kinderbetreuung erzeugen To-Dos. Auch jede Freizeitaktivität und jede Verpflichtung generiert eine Fülle an Aufgaben: Du musst recherchieren, organisieren, kaufen, fahren, dich kümmern, bezahlen, anmelden, vorbereiten, planen, erledigen, auspacken usw.
Dein Leben zu entrümpeln, ist der beste Weg, um mehr Freiraum zu schaffen.
Du wirst automatisch weniger mentale Belastung, weniger Stress und dafür mehr Zeit für dich haben, wenn du nebst deinem Zuhause, auch deinen Kalender und deine Verpflichtungen entrümpelst.
Sag viel öfters „nein“
Nimm die Zeit für dich so ernst, wie die Termine mit anderen. Sag viel öfters „nein“, wenn jemand deine Zeit beanspruchen will. Du darfst für deine Grenzen einstehen.
Jedes „Nein“ zu etwas oder jemand anderem, ist ein „Ja“ zu dir.
Du wirst es in Zukunft nicht mehr immer allen recht machen können und nicht mehr rund um die Uhr für alle da sein. Du brauchst deswegen aber kein schlechtes Gewissen zu haben. Deine Familie profitiert davon, wenn du gelassener, zufriedener und kraftvoller bist.
In meinem Onlinekurs erfährst du, wie du deine Arbeitsbelastung nachhaltig senken kannst, wie du Stress reduzierst und wie du Grenzen setzt:

Me-Time ist so wichtig!
Das Leben ist kein Wettkampf, den es zu gewinnen gibt. Am Ende deines Lebens wird dir niemand dafür danken, dass du immer verfügbar warst und immer alles sehr aufwändig und perfekt gemacht hast. Ganz vieles, was uns heute so dringend und wichtig erscheint, wird rückblickend nicht mehr von Bedeutung sein.
Ja, manchmal gibt es Phasen im Leben, die sind einfach unglaublich stressig oder anstrengend. Doch gerade in diesen Phasen ist Selbstfürsorge enorm wichtig, damit du bei Kräften bleibst. Du wirst in Zukunft aber dankbar sein, wenn du dich stets gut um dich und deine Gesundheit gekümmert und ein selbstbestimmtes Leben geführt hast.
Tu, was auch immer du tun musst, um mehr Zeit für dich zu bekommen.
Dann schaffst es auch du, all dem nachzugehen, was du gerne tun würdest. Oder zumindest an einem gewöhnlichen Dienstagnachmittag – zwischen Wäsche zusammenlegen und Zvieri vorbereiten – eine halbe Stunde lang ganz gemütlich in einer Zeitschrift zu blättern. :0)



